Humanitäre Soforthilfe aufgrund des Militärputsches in Burma

Am 1. Februar 2021, als die neue Legislaturperiode des Parlaments beginnen sollte, verkündete das Militär einen Ausnahmezustand von einem Jahr. Es handelt es sich um einen Putsch der burmesischen Streitkräfte, geführt von General Min Aung Hlaing, gegen die demokratisch gewählte Regierung unter Aung San Suu Kyi. Seit mehreren Tagen gehen nun die Polizei und das Militär gewalttätig gegen Demonstranten vor.

Beginn:  Februar 2021
Ort: Chin State

1. Hintergrund

Nach dem Militärputsch vom 1. Februar 2021 geht das Burmesische Volk auf die Strasse und demonstriert friedlich aber mutig jeden Tag gegen den Militärputsch und für die Freilassung von Aung San Sukyi und des Präsidenten Win Myint sowie anderen verhafteten Führern. Die Menschen Burmas demonstrieren zudem für die Rückgabe der Macht an die gewählte Partei NLD, welche die Wahlen im vergangenen November mit einem überwältigenden Wähleranteil gewonnen hatte.

Bis jetzt wurden mehrere hundert Menschen inhaftiert und gegen 30 Demonstranten von der Polizei getötet. Die meisten Regierungsbeamten verweigern aus Protest ihre Arbeit und rufen das Volk zum zivilen Ungehorsam CDM (Civil Disobedience Movement) auf, was eine grosse Wirkung mit sich bringt. Die öffentlichen Einrichtungen werden dadurch stark eingeschränkt.

Die meisten von den teilnehmenden Beamten inklusive Ärzten, Pflegepersonal etc, also Millionen von Menschen erhalten keinen Lohn mehr. Die staatlichen Krankenhäuser werden geschlossen, weil das Personal am CDM teilnimmt.
In der Stadt Falam z.B. wird eine Notklinik für die Bevölkerung eröffnet, und die Ärzte und Krankenschwestern, die sich der CMD anschließen, arbeiten in dieser Notklinik freiwillig und unentgeltlich.

Alle Burmesen helfen sich gegenseitig, besonders die Beamten, die am CDM teilnehmen. Aber die Not wird immer grösser. Eine humanitäre Katastrophe zeichnet sich ab. Bisher kämpfen die Menschen tapfer und gewaltlos weiter mit dem CDM und mit Demonstrationen.

Hier finden Sie einen interessanten Artikel zur jetzigen Situation in Myanmar im 20 Minuten Nachricht «Die Menschen fürchten um ihr Leben».

3. Massnahmen

Die Menschen, die durch den Militärputsch in Not geraten sind, besonders Familien, die an den Protesten teilnehmen und oder zivilen Ungehorsam ausüben, brauchen dringend Hilfe. Wir wollen auch die Notklinik in Falam unterstützen. Jeden Tag werden dort 40-80 Patienten in der Klinik behandelt.

Weil die Situation so prekär ist, starten wir eine Spendenaktion um die betroffenen Menschen direkt und wirksam unterstützen zu können. Bei den geplanten Hilfsmassnahmen geht es vor allem um die Verteilung von Nahrungsmitteln an die direkt betroffenen Personen und Familien, sowie die Versorgung des Notspitals mit lebensnotwendigen Medikamenten und Hygieneartikeln. Aus logistischen Gründen werden vorerst die Einsätze auf die Region der Kleinstadt Falam im Chin Gebiet von Burma beschränkt. Der Verein SwissBurma-Aid steht laufend und intensiv in Kontakt mit den Einheimischen, welche über das notwendige und zuverlässige Netzwerk, sowie über die Infrastruktur vor Ort verfügen.
Gerne nehmen wir Ihren wertvollen Beitrag über die untenstehende Bankverbindung entgegen und bedanken uns herzlich für Ihr Engagement zum Wohlergehen der Burmesischen Bevölkerung in dieser schwierigen Zeit!

4. Unterstützen Sie uns

Ihre Spende hilft direkt den betroffenen Menschen vor Ort. Ihre Spende kommt vollumfänglich dem Projekte zu gute.

Vermerk: CDM

Vereinskonto: SwissBurma-Aid
Basler Kantonalbank, 4002 Basel
IBAN: CH96 0077 0253 6994 4200 1

 

5. Kontakt

Für weitere Informationen wenden Sie sich an Thawm Mang, Tel. 076 508 05 20 email hidden; JavaScript is required

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